Kugelkreuz

Kin­der- und Ju­gend­ar­beit der ev. Kir­chen­ge­mein­den Im­men­hau­sen und Ma­rien­dorf – ein Rück­blick

Kin­der- und Ju­gend­ar­beit 1970: Kin­der­got­tes­dienst und Flö­ten­kreis

Die Kin­der- und Ju­gend­ar­beit hat in den Kir­chen­ge­mein­den Im­men­hau­sen und Ma­rien­dorf eine lan­ge Tra­di­tion. Der Au­tor die­ser Zei­len er­in­nert sich, dass er An­fang der 70er Jah­re be­reits re­gel­mä­ßig sonn­tags den Kin­der­got­tes­dienst im Ge­mein­de­haus be­such­te. Da­mals wur­de der Kin­der­got­tes­dienst von Frau Well und ei­nem Team ge­lei­tet, dem u.a. An­ne­ma­rie Kramm, Bir­git Som­mer und Hei­ke Baas an­ge­hör­ten. Die El­tern konn­ten ih­re Kin­der auf dem Weg zur Kir­che am Ge­mein­de­haus ab­ge­ben und nach dem Got­tes­dienst dort wie­der in Emp­fang neh­men.

Ca. 1975 grün­de­te Frau Lo­cker ei­nen Flö­ten­kreis, der bald ei­ne an­sehn­li­che Grö­ße er­reich­te und dank der be­son­de­ren Akus­tik der Im­men­häu­ser Kir­che vie­le Got­tes­diens­te um ein­drucks­vol­le Klän­ge be­rei­cher­te. Pfr. Lo­cker ge­stal­te­te die ers­ten Fa­mi­lien­got­tes­diens­te, die mit mo­der­ne­ren Lie­dern und ei­nem kin­der­freund­li­che­ren Ab­lauf für Jung und Alt glei­cher­ma­ßen in­ter­es­sant wa­ren und oft un­ter ei­nem spe­ziel­len Mot­to stan­den. So wur­de z. B. ein­mal mit der Fra­ge »Schmet­ter­lin­ge in der Kir­che?« für ei­nen Fa­mi­lien­got­tes­dienst ge­wor­ben. In der Pre­digt ging es da­bei um die Fra­ge, wa­rum in den Fens­tern im Chor­raum 3 Schmet­ter­lin­ge zu se­hen sind …

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Kinder- und Ju­gend­ar­beit ab 1981: Ju­gend­got­tes­dienst mit Ge­mein­de­dia­kon Klaus Kos­mehl zur Jah­res­lo­sung 1984

Jugendgottesdienst mit Gemeindediakon Klaus Kosmehl
Jugend­got­tes­dienst mit Ge­mein­de­dia­kon Klaus Kos­mehl

Foto: E. Mar­tien­sen
 
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Jugendgottesdienst mit Gemeindediakon Klaus Kosmehl
Jugend­got­tes­dienst mit Ge­mein­de­dia­kon Klaus Kos­mehl

Foto: E. Mar­tien­sen

Zum 1. Au­gust 1981 – die bei­den Kir­chen­ge­mein­den wur­den da­mals noch von ei­nem Pfar­rer be­treut – kam haupt­amt­li­che »Ver­stär­kung« in Form ei­nes Ge­mein­de­dia­kons nach Im­men­hau­sen. Klaus Kos­mehl fühl­te sich be­son­ders der Ju­gend­ar­beit ver­bun­den. Über den Re­li­gions­un­ter­richt ge­wann er Ju­gend­li­che für die Ge­mein­de­ar­beit, de­nen man das viel­leicht nie zu­ge­traut hät­te. So­gar aus der Nach­bar­ge­mein­de Es­pe­nau be­kam ei­ne von ihm hier in Im­men­hau­sen ins Le­ben ge­ru­fe­ne Ju­gend­grup­pe Zu­lauf. In die­se Zeit fie­len auch die ers­ten Open Air Got­tes­diens­te am Gro­ßen Loh so­wie die ers­ten Ju­gend­got­tes­diens­te.

Bei­spiel­haft sei hier ein Ju­gend­got­tes­dienst ge­nannt zur Jah­res­lo­sung 1984: Gott hat uns nicht ge­ge­ben den Geist der Furcht, son­dern der Kraft, Lie­be und Be­son­nen­heit. (2.Tim 1,7). Die von Klaus Kos­mehl ge­lei­te­te Ju­gend­grup­pe mach­te sich Ge­dan­ken, wie man die­sen Text im Rah­men ei­nes Got­tes­diens­tes ein­drück­lich ver­an­schau­li­chen könn­te. Fol­gen­de Idee wur­de schließ­lich um­ge­setzt: Zu­nächst liegt ein gro­ßes Holz­kreuz auf den Trep­pen­stu­fen zum Al­tar. In der Ge­mein­de sind Papp­kar­tons ver­teilt. Da­rauf soll je­der Got­tes­dienst­be­su­cher no­tie­ren, was ihn ein­engt, wo­vor er Angst hat. Die Kar­tons wer­den ein­ge­sam­melt und über dem Kreuz als gro­ße »Mau­er der Furcht« auf­ge­baut, die den Blick auf Gott – ver­sinn­bild­licht durch den Al­tar – ver­sperrt (Bild 1).

In der Pre­digt be­schreibt Dia­kon Kos­mehl, dass uns Gott aber nicht den Geist der Furcht ge­ge­ben hat, son­dern der Kraft, Lie­be und Be­son­nen­heit. Das gro­ße Holz­kreuz wird auf­ge­rich­tet, die Mau­er der Furcht stürzt un­ter lau­tem Ge­pol­ter ein und gibt den Blick auf den Al­tar wie­der frei. Die Aus­sa­ge der Jah­res­lo­sung wird so für je­den ver­ständ­lich (Bild 2).

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Kinder- und Ju­gend­ar­beit von 1986 bis heu­te: Ver­stär­kung durch haupt­amt­li­che Ju­gend­ar­bei­te­rin­nen

Mitte der 80er Jah­re wur­de ei­ne zwei­te Pfarr­stel­le für die bei­den Kir­chen­ge­mein­den be­wil­ligt. Da­mit ent­fiel die Grund­la­ge für die Stel­le des Ge­mein­de­dia­kons. Sein Weg­gang am 31. März 1986 hin­ter­ließ al­ler­dings ei­ne schmerz­li­che Lü­cke für die Kin­der- und Ju­gend­ar­beit der Ge­mein­de.

Nach einem hal­ben Jahr Va­kanz, in der die müh­sam auf­ge­bau­ten Ju­gend­grup­pen be­reits Auf­lö­sungs­er­schei­nun­gen zeig­ten, be­gann eine neue Ära, die bie heu­te reicht: Am 20. Ok­to­ber 1986 wur­de Ul­ri­ke Hoff­meis­ter als haupt­amt­li­che Ju­gend­ar­bei­te­rin ein­ge­stellt. Sie ver­sah ih­ren Dienst bis zum 30. Sep­tem­ber 1989. Ih­re Nach­fol­ge­rin Do­ris von Hae­be­ler war vom 1. Au­gust 1990 bis zum 30. Sep­tem­ber 1993 in der Kir­chen­ge­mein­de tä­tig. Di­rekt im An­schluss wur­de Ma­nue­la Bü­scher ein­ge­stellt und ver­ließ uns am 31. Au­gust 1994 wie­der. Eben­falls über­gangs­los schloss sich da­ran die Dienst­zeit von Sil­ke Völ­ke an, die – in­zwi­schen mit Dop­pel­na­men Völ­ke-Schra­der – aus per­sön­li­chen Grün­den zum 31. März 2007 kün­dig­te. Am 1. Ok­to­ber 2007 wur­de die Ju­gend­ar­bei­te­rin Le­na Rin­ke ein­ge­stellt. Nach ih­rer Hei­rat hat sie uns aus fa­mi­liä­ren Grün­den zum 31. De­zem­ber 2011 als Le­na Free­se ver­las­sen. Er­neut über­gangs­los schloss sich da­ran die Dienst­zeit von Li­sa Hoch­huth an, die erst­mals auch die Kir­chen­ge­mein­den Ho­hen­kir­chen, Mön­che­hof, Vaa­ke und Ve­cker­ha­gen mit­be­treu­te. Sie ver­ließ uns mit dem Ab­lauf ih­rer Pro­be­zeit. Wäh­rend der Va­kanz­zeit hielt Do­mi­nik Boe­ge die Ju­gend­ar­beit in Im­men­hau­sen und Ma­rien­dorf auf­recht. Am 1. Feb­ru­ar 2013 wur­de Ste­fa­nie Bren­zel als Ju­gend­ar­bei­te­rin ein­ge­stellt, ver­ließ uns aber nach kur­zer Zeit wie­der.

In der der­zei­ti­gen Va­kanz­zeit hält Ca­ro­lin Lan­ger die Ju­gend­ar­beit in Im­men­hau­sen und Ma­rien­dorf auf­recht.

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